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24.11.2016, 14:21 Uhr | Übersicht | Drucken
Loizides: Industriestandort Frankfurt erhalten: Beispiel SAMSON AG
CDU-Fraktion will Osthafen für produzierendes Gewerbe sichern

Frankfurt am Main, 24. November 2016 - Die CDU-Fraktion will den Frankfurter Osthafen als Wirtschaftsfläche für Industriebetriebe erhalten.

Christiane Loizides, Vorsitzende der CDU Dornbusch
 
„Unsere starke Industrie ist ein erheblicher Standortfaktor für Frankfurt am Main, den es zu schützen und weiterzuentwickeln gilt. Die Industrie erwirtschaftet ein Viertel des Gewerbesteueraufkommens in Frankfurt am Main. Alle Bürger profitieren somit von den Erfolgen des produzierenden Gewerbes. Die im Masterplan Industrie ausgewiesenen Flächen wollen wir deshalb erhalten und gegen Veränderungsdruck schützen“, erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Christiane Loizides. Vor welchen Herausforderungen Frankfurter Industrieunternehmen im Moment stehen, davon konnte sich der Arbeitskreis Wirtschaft der CDU-Fraktion in dieser Woche am Beispiel des Mess- und Regeltechnikherstellers SAMSON AG ein konkretes Bild machen.
 
Bei einem Ortstermin an dem seit 1916, in diesem Jahr also seit 100 Jahren bestehenden Firmenhauptsitz in Frankfurt am Main erhielten die Stadtverordneten begleitet von Wirtschaftsdezernent Stadtrat Markus Frank zunächst einen Einblick, wie der weltweit tätige Anbieter von automatisierten Regelarmaturen auf seinem 150.000 Quadratmeter großen Werksgelände mit 1.600 Mitarbeitern Stellventile in allen Größen produziert, etwa für Bohrinseln, Raffinerien, Brauereien oder Chemiefabriken sowie für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik etwa in Schulen oder Krankenhäusern. Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Widl ließ es sich nicht nehmen, die Kommunalpolitiker persönlich über den größten Produktionsstandort des mit 50 Vertriebs- und sechs Produktionsgesellschaften global ausgerichteten, aber nach wie vor mittelständisch strukturierten Unternehmens, das nicht börsennotiert ist, zu führen.
 
Räumliche Ausdehnung des Stammwerks ermöglicht
 
Mit Blick auf den langfristigen Erhalt des Standortes verwies Loizides darauf, dass die Stadtverordneten es bisher klug verstanden haben, dem Stammwerk des Konzerns eine räumliche Ausdehnung zu ermöglichen, etwa 2014 durch den Verkauf von früheren Hafenbahngrundstücken. Außerdem sei das Betriebsgelände im „Räumlich-Funktionalen Entwicklungskonzept“ des 2015 beschlossenen Masterplans Industrie als Fläche für verarbeitendes Gewerbe gesichert. „SAMSON ist ein Global Player mit attraktiven Blaumann-Arbeitsplätzen, den die CDU-Fraktion auch in Zukunft nach Kräften unterstützen wird“, so Loizides.
 
Hohe Ausbildungsquote trotzt dem Fachkräftemangel
 
Beim Rundgang über das Konzerngelände an der Weissmüller- und der Schielestraße zeigten sich die CDU-Stadtverordneten besonders beeindruckt von der 2013 erbauten neuen Produktionshalle für die Großventilmontage, mit der SAMSON auf die wachsende internationale Nachfrage nach Ventilen bis zu einer Nennweite von 28 Zoll reagiert hat. „Bei SAMSON wird alles in Eigenproduktion gefertigt, es gibt keine Fremdvergaben. Das wirkt sich auf den Teamgeist im Unternehmen aus. Wir haben den Eindruck gewonnen, die Mitarbeiter sind zufrieden und stolz auf die Firma, für die sie tätig sind“, so Loizides. Der Konzern verfügt über eine eigene Ausbildungswerkstatt, die zu zwölf verschiedenen Berufen führt, darunter auch der speziell für den Maschinen- und Anlagenbau konzipierte Beruf des Mechatronikers. „Mit einer Ausbildungsquote von über 8 Prozent wird der Nachwuchs an Fachkräften in allen Unternehmensbereichen gefördert. Kein Lehrling bei SAMSON bricht die Ausbildung ab. Der allgemeine Fachkräftemangel betrifft den Konzern nicht, denn SAMSON sorgt selbst für seine qualifizierten Facharbeiter der Zukunft. Es war beeindruckend, zu sehen, wie motiviert die Jugendlichen arbeiten“, meinte Loizides.
 
30 Stellen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt
 
Große Anerkennung zollte die Stadtverordnete für die von SAMSON geschaffenen 30 zusätzlichen Stellen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. „Als mittelgroßes Industrieunternehmen leistet SAMSON hier vorbildliches. Kamen im September 2016 alle DAX-Unternehmen zusammen auf 54 Festeinstellungen für Flüchtlinge, hat SAMSON alleine bereits 24 langfristige Arbeitsverträge geschlossen. Derart über den Arbeitsplatz integriert, lernen die Flüchtlinge, die einen Wunsch nach Zugehörigkeit haben, schneller die deutsche Sprache und bieten dem Unternehmen die Chance, angesichts des steigenden Fachkräftemangels zum wirtschaftlichen Erfolg beizutragen“, so Loizides.  
 
Umstrukturierungen durch Industrie 4.0
 
Ein wichtiger inhaltlicher Schwerpunkt des Unternehmensbesuches war das Thema „Digitale Transformation“, das die Stadtverordneten mit Dr. Widl und dem Chief Digital Officer der SAMSON AG, Peter Knapp, diskutierten. Peter Knapp ist seit Juni 2016 für den Konzern tätig und gilt als herausragender Insider in der IT-Branche. Zuletzt war er 14 Jahre lang Geschäftsführer von Interxion Deutschland und hat mit diesem Unternehmen, das wie SAMSON an der Hanauer Landstraße angesiedelt ist, durch den Betrieb und den Ausbau von mehreren Rechenzentren Frankfurt am Main zum weltweit größten Datenaustauschknoten entwickelt. Knapps Aufgabe ist, das Thema Industrie 4.0 mit einem stringenten Umstrukturierungsprogramm erfolgreich in die Unternehmenspraxis bei SAMSON umzusetzen.
 
Als eine neue „Industrielle Revolution“ bezeichnete Loizides die neuen Wege in der Produktionskette, die durch den Einsatz digitaler Technologien möglich werden. „Die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb wird durch digitale Technologien gestärkt“. Weiterhin äußerte die Stadtverordnete: „‚Digitale Transformation‘ ist ein tiefgreifender technischer, sozialer und kultureller Wandlungsprozess, der alle Bereiche unseres Lebens weltweit erfasst. Auch die deutsche Wirtschaft muss darauf reagieren will sie am Weltmarkt weiter bestehen“. Neue Potentiale der Produktentwicklung und Wertschöpfung entstünden. Durch digitale Vernetzung ermöglichten Maschinen in der industriellen Fertigung künftig ganz neue Einblicke in ihre Funktionsweise, wodurch eine bessere Steuerung der Produktionsprozesse bis hin zur Kostenkontrolle stattfinden werde.
 

   
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